Sternanis
| 6. Januar 2012 | Veröffentlicht von admin unter Allgemein |
Bei Sternanis handelt es sich um die Samenkapsel eines immergrünen Baumes (Illicium Verum), der im Südwesten von China und Japan angebaut wird. Die Hauptbestandteile von Sternanis sind 5 bis 8% ätherisches Öl, das von 85 bis 90% Anethol dominiert wird. Andere Komponenten umfassen Phellandren, Terpineol, Safrol und Cineol.
Es handelt sich um eine 2,5 cm große Pflanze mit acht Segmenten und einer dunkelbraune Farbe ähnlich Rost. Genauso wie reguläres Anis erhält Sternanis seinen unverwechselbaren Lakritze Geschmack aus einer chemischen Verbindung namens Anethol. Doch die beiden sind nicht botanisch verwandt, denn Sternanis ist ein Mitglied der Magnolien Familie.
Sternanis schmeckt aromatisch süß und hat einen angenehmen Geruch. Es spielt eine wichtige Rolle in gekochten Speisen, welche vor allem die Ostchinesische Küche charakterisieren. Sein Süßholzaroma verbessert gekochte Gerichte, sowie Eier die in schwarzem Tee gekocht wurden. Außerhalb von China wird Sternanis in mehreren vietnamesischen Gerichten verwendet, wie z.B. Pho Bo Suppe. Es ist auch eine geheime Zutat in vielen indischen Eintöpfen und Currys.
Medizinische Anwendungen von Sternanis
In der traditionellen chinesischen Medizin wird Sternanis als Verdauungshilfe verschrieben und zur Heilung von Koliken bei Babys eingesetzt. Seit kürzlich wird auch Shikimisäure aus Sternanis gewonnen, eine der wichtigsten Zutaten in dem antiviralen Tamiflu Medikament, dass zur Bekämpfung der Vogelgrippe eingesetzt wird.
Nochmals der Hinweis: Alle Angaben entspringen traditionellen Überlieferungen, die bisher wissenschaftlich nicht hinreichend bestätigt worden sind.
